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Symptome von Depressionen


Depressionen bei Kindern und Jugendlichen – die Symptome

Die Symptome, die bei Kindern und Jugendlichen auf eine Depression hinweisen können, sind vielfältig – und in ihrer Bandbreite gerade in den jüngeren Altersgruppen oft schwer zu greifen. Tatsache ist: Von leichteren Verstimmungen bis hin zu schweren Depressionen können Kinder und Jugendliche in gleichem Maße wie Erwachsene betroffen sein. Aber: Jüngere Kinder sind oft noch nicht in der Lage ihre eigene Gefühls- und Erlebniswelt konkret in Worte zu fassen, was auch Experten eine professionelle Diagnose nicht einfach macht. Und bei Jugendlichen stellt sich die Frage: Handelt es sich um „normale“ Stimmungsschwankungen und Reizbarkeiten, die altersbedingt in der Pubertät zu Tage treten, oder liegen tatsächlich depressive Tendenzen vor?
Auch wenn das Erkennen und Einordnen der Symptome einer Depression bei Kindern und Jugendlichen nicht leicht fällt, so gibt es doch ebenso eindeutige Hinweise auf die Erkrankung wie bei Erwachsenen. Wie sich die Depression äußert, steht zwar sehr im Zusammenhang von Alter, Charakter und Temperament, aber bereits ab dem Schulalter ähneln die Symptome sehr denen der Erwachsenen: Die Kinder berichten von Traurigkeit und fühlen sich schnell aus einer Gemeinschaft ausgeschlossen, da Hemmungen im Umgang mit anderen und Ängstlichkeiten zunehmen. Hier erkennt man bereits die ersten Schritte in eine soziale Isolation.
Hinweise auf eine Depression geben auch wachsende Konzentrations- und Gedächtnisprobleme in Verbindung mit einer sich stetig verringernden Frustrationstoleranz. Dabei bleiben negative Auswirkungen auf die schulischen Leistungen nicht aus. Darüber hinaus zeigen sich bereits weitere, ähnliche Symptome wie bei Erwachsenen: Die Kinder entwickeln Schuldgefühle und setzen ihrer eigenen Psyche mit einer starken Selbstkritik zu.

Resignation und Niedergeschlagenheit

Woran lässt sich noch eine mögliche Depression ablesen? An sehr typischen, die Erkrankung offensichtlich kennzeichnenden Symptomen: Niedergeschlagenheit, resigniertes Verhalten und Ängstlichkeit. Hinzu kommt meist, dass die Begeisterungsfähigkeit und Aufmerksamkeit für einst interessante Dinge abnimmt und sich der Betroffene nur noch schwer zu Aktivitäten motivieren lässt.

Die auffälligsten Symptome einer Depression bei Kindern und Jugendlichen:

 

  • Sie wirken oft traurig und ziehen sich zurück.
  • Sie zeigen Konzentrations- und Gedächtnisschwächen.
  • Sie wirken ängstlich und verunsichert.
  • Die Leistungen in der Schule werden schlechter.
  • Sie leiden oft unter Appetitlosigkeit und Schlafstörungen.
  • Das Selbstvertrauen bei Älteren nimmt merklich ab, die Selbstzweifel wachsen.
  • Der Alltag ist zunehmend bestimmt von Antriebs- und Lustlosigkeit.
  • Sie isolieren sich und ziehen sich sozial zurück.

Psychische und körperliche Leiden

Eine Depression bei Jugendlichen zu erkennen und die augenscheinlichen Symptome eindeutig der Erkrankung zuzuordnen, ist schwierig. Denn: Eine gewisse Reizbarkeit und Verschlossenheit können der normalen pubertären Entwicklung zugerechnet werden, ebenso wie zunehmende, stark ausschlagende Stimmungsschwankungen. Doch auch wenn gerade bei Jugendlichen in der Pubertät „himmelhochjauchzend und zu Tode betrübt“ als seelisch prägnant angesehen werden kann – die Alarmglocken sollten schrillen, wenn sich weitere Verhaltensweisen wie Apathie, eine latent vorhandene Langweile, leichte Reizbarkeit sowie auffällige Interesse- und Hoffnungslosigkeit zeigen.
Kritisch wird die Lage, wenn bei den Jugendlichen noch körperliche Symptome in Erscheinung treten. Oft kommt es zu Kopfschmerzen, Schlafstörungen und Essstörungen. Vor allem die Mädchen in der jugendlichen Altersgruppe können im Zuge der depressiven Erkrankung unter Anorexie (Magersucht) oder Bulimie (plötzliche Fressattacken mit anschließendem, selbst verursachtem Erbrechen) leiden.

Zusätzliche, jugendspezifische Symptome der Depression:

 

  • Das Selbstvertrauen nimmt merklich ab, die Selbstzweifel und Selbstablehnung wachsen.
  • Zukunftspessimismus und Hoffnungslosigkeit stehen im Vordergrund.
  • Die Stimmungsschwankungen sind extrem ausgeprägt oder die klassische Depressivität wie beim Erwachsenen zeigt sich durchgängiger als beim Kind.
  • Suizidale Gedanken oder Suizidalität spielen eine zunehmende Rolle.
  • Selbsthilfeversuche und Kompensationsbemühungen über Drogengebrauch, Alkohol, internetsüchtigem oder selbstverletzendem Verhalten gewinnen an Bedeutung