Jetzt NEU: Schematherapie
Die Mitglieder unseres multiprofessionellen Schematherapie-Teams sind zertifiziert durch ISST (International Society of Schematherapy, Head: Joan M. Farrell)
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Behandlungsschwerpunkte

Wir bieten für Heranwachsende einen altersähnlichen, WG-artigen Rahmen, wobei der Schwerpunkt bei sogenannten „internalisierenden“ Störungsbildern liegt, d.h. bei Patienten, die eher intravertiert sind, zur Verunsicherung neigen und einen Schutzraum benötigen, der bei uns durch die Wesensart-ähnliche  Mitpatientenschaft automatisch gegeben ist. Hierdurch gelingt auch länger zurückgezogenen jungen Menschen gut der Einstieg, weil alle Patienten wesentlich mehr Verständnis und Rücksicht untereinander an den Tag legen als im Alltag. Wir setzen Freiwilligkeit und einen Veränderungswunsch voraus, denn nur mit Eigenmotivation und einer gewissen Anstrengungsbereitschaft wird die Therapie nachhaltig wirksam sein können.
 

Wir behandeln multimodal und multiprofessionell psychiatrisch, d.h. Einzelpsychotherapie bzw. psychiatrische Gespräche bei einem fest zugeordneten Psychotherapeuten stehen im Mittelpunkt, ergänzt durch Kreativtherapien, ebenfalls im intensiven Einzelsetting: Hierbei genügt es, die Methode der jeweiligen Kreativtherapie ansprechend zu finden (z.B.  Malen, Tanz, Musik) und sich diese unter therapeutischer Anleitung zu Nutze zu machen, es geht nicht um Leistung oder Erfolge! Oft gelingt der emotionale Zugang über kreative Therapien leichter – insbesondere bei sensiblen Menschen, die schon viel über ihre Situation nachgedacht und theoretisch verstanden haben und/oder zu Gunsten einer Alltagsfunktionalität ihre eigentlichen Gefühle lange verdrängt haben.  Psychotherapie und Kreativ-Verfahren werden inhaltlich aufeinander abgestimmt und unterstützen sich gegenseitig darin, unsere Patienten in der Zielsetzung voran zu bringen. Ein inneres emotionales Gleichgewicht wieder zu finden, eigene Bedürfnisse zu erkennen, Selbstfürsorge zu erlangen sind oft wichtige Themen gerade bei sehr „verkopften“, leistungsorientierten und dadurch erschöpften Patienten. 
 

In der „Milieutherapie“ durch den rund um die Uhr anwesenden Pflege- und Erziehungsdienst werden mit Bezugsbetreuern die therapeutischen Inhalte in den Alltag zu übertragen geübt, des Weiteren können Alltagssituationen „gecoacht“ und somit Kompetenzen gefördert werden. 
 
Wir ergänzen Gruppenangebote, die genau auf die Bedürfnisse dieser Altersgruppe abgestimmt sind, wie Training sozialer Fertigkeiten, Selbstwahrnehmung/Achtsamkeit, Körperwahrnehmung/Körperbild, emotionales Training. Alltagsbezüge werden durch hausinterne Beschulung in den Hauptfächern oder Arbeitstherapie gewährleistet, ergänzbar im Verlauf durch Außenschulbesuche bzw. Praktika. Besonders wichtig ist uns die Perspektivenplanung bezüglich Schule/Beruf/Ausbildung/Studium und ggf. Wohnsituation. Hier unterstützen wir mit konkreter sozialpädagogischer Planung.

Wir behandeln:

Essstörungen

Magersucht, Bulimie oder Esssucht: gestörtes Essverhalten, unrealistisch verzerrte Wahrnehmung des eigenen Körpers.

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Magersucht

Magersucht (Anorexia nervosa) bzw. Magersucht – Therapie

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Depressive Störungen

Hoffnungs- und Antriebslosigkeit, Selbstabwertung, Rückzug, Interessenverlust, Traurigkeit oder Stimmungsschwankungen.

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Burnout bei Jugendlichen

Das „Burnout“-Syndrom und Depressionen zeigen mehrere ähnliche Symptome. In vielen Fällen können Depressionen als Folge eines „Burnout“ betrachtet werden.

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Reaktive Störungen nach Belastungssituationen

Chronische Belastungen, Stress, Leistungsdruck oder konkrete traumatische Ereignisse, die Denk- und Verhaltensweisen, Gefühle sowie die Alltagsfunktionalität beeinträchtigen.

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Somatisierungsstörungen und Dissoziative Störungen

Übersetzung psychischer Belastungen in körperliche Symptome, Erschöpfungsgefühle, mangelnde Belastbarkeit, häufige Krankschreibungen, Fehlzeiten in Schule oder Beruf.

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Asperger Syndrom

Einschränkungen im Kontakt- und Kommunikationsverhalten, Angewiesen sein auf regelhafte Abläufe und Strukturen, mangelnde Flexibilität.

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Psychisch kranke, junge Mütter mit Baby/Kleinkind

Störungsspezifische Therapie der Mutter, Behandlung von Interaktions- und frühkindlichen Regulationsstörungen

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Angststörungen

konkrete Phobien, Panikstörungen oder generalisierte Ängste, die die selbstbestimmte Ausübung des Alltags beeinträchtigen.

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Zwangsstörungen

Die kleinen Zwänge des Alltags sind Teil unseres Lebens. Doch es gibt Menschen, die weit über die „normalen“ Zwänge hinaus unter zwanghaftem Verhalten als psychischer Erkrankung leiden.

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Posttraumatische Belastungsstörungen

Das Erleben eines Traumas kann sich in unterschiedlichsten Symptomen ausdrücken, dies können Ängste, Depressionen, emotionaler Rückzug, aber auch Impulsivität, Selbstverletzungsverhalten oder aggressive Verhaltensweisen sein.

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Mutter-Kind-Einheiten

Mit unserem interdisziplinären Team bieten wir im gleichen Hause eine psychiatrische Versorgung von Mutter und Kind an. Hierbei wird der Mutter ermöglicht, das vollständige Therapieprogramm für sich selbst wahrzunehmen, gleichzeitig erhält sie von einer Kinderkrankenschwester praktische Hilfe und Beratung zu allen Belangen rund um ihr Kind. Frühkindliche Regulationsstörungen (Fütter-, Schreistörungen) oder eine Mutter-Kind-Interaktionsproblematik können mit Fachtherapeuten bearbeitet werden. Ziel ist es, der Mutter psychische Stabilität und weitmöglichste Erlangung von Selbstständigkeit zu vermitteln. Sozialpädagogen beraten bezüglich der Lebensplanung nach Entlassung.


Kontraindikationen

Für manche Besonderheiten oder Störungsbilder ist unsere Psychiatrische Klinik nicht ausgestattet. Eine Behandlung in unserem Hause ist daher nicht sinnvoll bei:

  • Selbst- oder Fremdgefährdung
  • (auto-)aggressiven Störungen
  • Suchterkrankungen (v.a. Substanzabhängigkeiten)
  • ausgeprägter Intelligenzminderung
  • akuter Produktivsymptomatik, z.B. bei Schizophrenie

Wichtig: Unser Rahmen ist nicht geeignet für vorrangig expansive Störungen des Sozial- und Regelverhaltens, d.h. für erzieherische Auseinandersetzung mit Fehlverhalten und Regelverstößen. Sollten hier Probleme bestehen, empfehlen wir klassisch kinder- und jugendpsychiatrische Kliniken oder pädagogische Unterstützung durch Erziehungsberatungsstellen bzw. das Jugendamt.