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Traditionelle September Fachtagung in der HEMERA Klinik

8. Oktober 2018

Der traditionellen September Fachtagung der HEMERA – Klinik für seelische Gesundheit – in Bad Kissingen folgten knapp 100 Teilnehmer aus der ganzen Bundesrepublik, um sich mit dem Thema „Krisenmanagement und Lösungsstrategien in der Arbeit mit Heranwachsenden“ intensiv zu beschäftigen. Frau Prof. Dr. Claudia Mehler-Wex, die Chefärztin der Klinik, konnte erneut hochkarätige Referenten neben den Teilnehmern herzlich zur Fachtagung begrüßen.

Frau Prof. Dr. Claudia Mehler-Wex zeigte sich sehr erfreut darüber, dass nicht nur die Teilnehmerzahl an dieser Veranstaltung in jedem Jahr steigt, sondern auch das therapeutische Behandlungsangebot der Klinik weiter ausgebaut werden konnte. So konnten sich Psychologen sowie Mitarbeiter aus dem Team der Kreativtherapeuten und des Pflege- und Erziehungsdienstes nach zweijähriger Ausbildung die Methoden der Schematherapie aneignen, wofür sie nun auch von der ISST- International Society of Schema Therapie zertifiziert worden sind. Herr Dipl.-Psychologe Wolfgang Beth, der mit seinem Ausbildungsinstitut NEST (Netzwerk Schematherapie, Nürnberg) die Zertifizierung begleitete, gab einen Überblick über die Schematherapie als Werkzeug für schwierige Therapiesituationen. Schematherapie ist eine aktuell sehr gefragtes Konzept, welches tiefenpsychologische und verhaltenstherapeutische Elemente zusammenfasst und für den individuellen Patienten ein gut fassbares und verständliches Störungsmodell erstellen lässt, mit dem erfolgreich an der Verhaltensveränderung gearbeitet werden kann.

Im Anschluss daran sprach Frau M. Sc. Eva Barnewitz, Psychologin an der Universität Konstanz, über motivierende Gesprächsführung und Umgang mit Widerstand, ein Thema, das bei Jugendlichen häufig auftritt, nicht nur in Therapie, sondern auch in der Sozialarbeit, Schule sowie im ganz normalen Alltag. Dieser höchst lebendige und praxisrelevante Beitrag fand reges Interesse und mündete in einen intensiven Austausch zwischen Zuhörern und Referentin.

Nach einer kurzen Kaffeepause folgte ein Vortrag des leitenden Oberarztes der HEMERA Klinik, Herrn Gerald Defort, mit dem Titel „Werde der, der du bist – Mit dem Wecken innerer Ressourcen von der Reifungskrise zum Entwicklungssprung“. Dabei kamen hilfreiche Methoden zur Förderung von Selbstbewusstsein und Selbstwirksamkeit zur Sprache, wie Katathym imaginative Psychotherapie, das Zürcher Ressourcenmodell und Embodiment.

Den Nachmittag beschloss Prof. Dr. med. Dieter F. Braus, Direktor der Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie Wiesbaden und Helios Dr. Horst Schmidt Kliniken; er sprach mitreißend und sehr gut allgemeinverständlich über die komplexen neurobiologischen Entwicklungsvorgänge des Gehirns: „Das pubertierende Gehirn im Ausnahmezustand“ verdeutlichte, welche Naturgewalten i.S.  massiver Umbauprozesse und Neuverknüpfungen von Hirnstrukturen in diesem Alter stattfinden und tröstete somit ein wenig, dass das besondere Verhalten und die labilen Gefühle der Jugend u.a. biologisch bedingt sind und wieder vorüber gehen. Bei der anschließenden Klinikführung durch die Chefärztin gab es zur Abrundung des Tages noch die Gelegenheit, das Haus und seine ganzheitliche Arbeitsweise genauer kennen zu lernen.

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