Bild von sitzendem beige weißem Hund mit orangenem Geschirr neben seiner Trainerin
Bild einer Frau, die in orangenes Notizbuch schreibt

Unsere Therapieangebote

In unserem altersübergreifenden Konzept werden Elemente sowohl aus dem Fachbereich der Kinder- und Jugendpsychiatrie als auch der Erwachsenenpsychiatrie passend für die individuellen Bedürfnisse der Patient*innen kombiniert. Dabei sollen alle Lebensbereiche (Familie, Schule / Beruf, Freizeit, Partnerschaft / Freunde) berücksichtigt werden.

Wir bieten eine umfassende Betreuung mit strukturiertem Tagesprogramm, das neben therapeutischer Arbeit auch genügend Raum für Freizeitaktivitäten in der Gemeinschaft vorsieht.

Diagnostik

Zu Behandlungsbeginn erfolgt eine allgemeinmedizinisch körperliche und fachärztlich-psychiatrische Eingangsuntersuchung. Bereits verschriebene Medikamente werden auf Grundlage vorliegender Befunde zunächst übernommen.

Sollte im Verlauf eine psychopharmakologische Medikation oder deren Umstellung ratsam sein, werden die empfohlenen Wirkstoffe ausführlich mit Patient*in und (bei Minderjährigen und auf Wunsch auch bei jungen Erwachsenen) Eltern besprochen und nur nach Einwilligung eingesetzt.

Sorgfältige Begleitung

Engmaschige ärztliche Wiedervorstellungen gewährleisten eine sorgfältige Prüfung der Wirksamkeit und Sicherheit hinsichtlich unerwünschter Nebenwirkungen. Kontrollen von Medikamenten-Serumspiegeln nach aktuellsten wissenschaftlichen Erkenntnissen und Empfehlungen unterstützen die optimale Dosisfindung. Eine Abschlussuntersuchung und -besprechung zum Entlasszeitpunkt sowie die Weitergabe des Behandlungsberichts bahnen die nahtlose Fortführbarkeit im ambulanten Rahmen.

Psychodiagnostik

Aufbauend auf vorherige Befunde findet eine umfassende Psychodiagnostik statt. Dabei werden auch mögliche Differenzialdiagnosen geklärt. Patient*in und ggf. Eltern erhalten ausführliche  Erläuterungen zu den festgestellten Ergebnissen. Diese sind die Grundlage für die weitere, spezifische Therapie.

Individuelle Einzelpsychotherapie

Gleich zu Beginn startet die intensive Einzelpsychotherapie, die wiederum mit besserem Kennenlernen Indikationen für weitere, flankierende Therapien und Maßnahmen aus unserem breiten Konzept ergibt. Letztlich erhält jeder einen individuellen Stundenplan mit einer großen Vielfalt aus aufeinander abgestimmten, multiprofessionellen Therapie-Verfahren, die zentral durch den Psychotherapeut*innen zusammengeführt werden.

Für ein lösungsorientiertes Vorgehen nutzen wir alltagsnahe, Schulen übergreifende Methoden aus Verhaltens-, systemischer Therapie und Tiefenpsychologie sowie moderne Weiterentwicklungen.

Nach Patient*innenwunsch werden auch Familiengespräche, Paartherapie oder die Einbeziehung anderer wichtiger Bezugspersonen angeboten. Alle therapeutischen Maßnahmen orientieren sich an den aktuellen Leitlinien der Fachgesellschaften für Kinder-, Jugend- und Erwachsenenpsychiatrie.

Entspannungsverfahren

Wöchentlich bieten wir verschiedene Entspannungsmethoden an, zum Beispiel:

  • Progressive Muskelrelaxation (nach Jacobsen): Die Teilnehmenden spannen nacheinander einzelne Muskelgruppen an und entspannen sie bewusst wieder. So entsteht ein Gefühl tiefer körperlicher Ruhe.
  • Angeleitete Traumreisen und Autogenes Training für mentale Entspannung. Diese Verfahren lassen sich leicht auch zu Hause üben und helfen, körperliche Unruhe und innere Anspannung abzubauen.
  • Darüber hinaus gibt es z. T. kreativtherapeutisch gestaltete Gruppen zu Achtsamkeit und innerer Ruhe (z.B. Yoga, Klangwiege, Innerer sicherer Ort).

Essstörungsspezifische Gruppentherapie („After Eat“-Gruppe)

In dieser Gruppe reflektieren die Teilnehmenden ihr Essverhalten in einer unterstützenden Runde. Ein*e Psychotherapeut*in und unsere Ernährungsfachkraft  begleiten die wöchentlichen Treffen.

  • Ziel: Schädliche Denk- und Verhaltensmuster durch selbstfürsorgliche Einstellungen ersetzen.
  • Methoden: Kommunikationstechniken, kognitive Verhaltenstherapie, Entspannungs- und Stabilisierungsverfahren, kreative Übungen.
  • Nutzen: Austausch mit anderen Betroffenen, Lernen am Modell fortgeschrittener Patient*innen und Stärkung des Gemeinschaftsgefühls.

Skillsgruppe

In der Skillsgruppe lernen die Teilnehmenden, alternative Bewältigungsstrategien statt selbstschädigenden Handlungen anzuwenden.

  • Inhalte: Methoden aus der Dialektisch-Behavioralen Therapie (DBT), um hohe Anspannung, negative Gefühle und Dissoziationen zu reduzieren.
  • Ziel: Neue Methoden zu Gefühlsregulation und Selbstkontrolle erlernen.

Soziales Kompetenztraining

Dieses Training erweitert die sozialen Fähigkeiten und das Selbstvertrauen der Jugendlichen und jungen Erwachsenen.

  • Ablauf: In Rollenspielen und Übungen probieren die Teilnehmenden neue Verhaltensweisen aus, beobachten andere und geben sich gegenseitig Feedback.
  • Fertigkeiten: Teamfähigkeit, Motivation, Gesprächsführung und Konfliktlösung.
  • Ziel: Selbstsicherer im Umgang mit Gleichaltrigen und Erwachsenen werden, eigene Bedürfnisse vertreten, Abgrenzungsfähigkeit stärken.

Die Schematherapie ist eine relativ neue, besonders anschauliche Art von Psychotherapie, die sich aus der kognitiven Verhaltenstherapie entwickelt hat. Sie ist alltagsnah und leicht verständlich.

Indem sie innere Anteile aufzeigt und übt, diese funktionaler und ausgleichender zu gestalten, kann sie für viele Patienten eine sehr effiziente Behandlungsmethode sein.

Mehr Infos zur Schematherapie

Kreativtherapien

In der Beschäftigungstherapie / Arbeitstherapie unterstützen Ergotherapeuten die Patient*innen dabei, sich aktiv zu betätigen, Selbstvertrauen in eigene Fähigkeiten aufzubauen, Lösungsstrategien für neue Herausforderungen zu finden und durch das praktische Tun eine erdende Stabilisierung zu erfahren. So kann ggf. schrittweise auf das Berufsleben vorbereitet werden.

Ziel kann auch sein, berufliche Perspektiven zu entwickeln. Nach einer ausreichenden Stabilisierung können in Zusammenarbeit mit lokalen Betrieben passende Berufspraktika folgen – zur beruflichen Orientierung oder zum Training der Alltagsbelastbarkeit.

Die Physiotherapie bietet sowohl Einzelbehandlungen zur Körperwahrnehmung als auch Gruppenangebote im Bereich Bewegung. Zur Verfügung stehen:

  • eine moderne Turnhalle
  • ein Fitnessstudio
  • ein Sportplatz auf dem Klinikgelände
  • ein Raum für individuelle physiotherapeutische Anwendungen
  • ein Hallenschwimmbad in direkter Nähe mit Zeitfenstern zur exklusiven Nutzung

Das Angebot umfasst u. a.:

  • Medizinische Trainingstherapie
  • Aktivierungsangebote
  • Nordic Walking, Laufgruppe
  • Wassertherapie
  • spezifisches Training für Patient*innen mit Essstörungen

Bewegung soll Freude machen und ist ein wichtiger Bestandteil der Therapie. Das Programm wird dabei sorgfältig an die individuellen Bedürfnisse angepasst. Ggf. können im Verlauf für spezifische Sportarten lokale Vereine in der therapiefreien Zeit aufgesucht werden.

Das emotionale Training nutzt Elemente aus Gestalttherapie, körperorientierten Ansätzen, Rollenspielen, Wahrnehmungsübungen und integrativem Boxtraining.

Ziele des Trainings sind:

  • Zugang zu versteckten Gefühlen finden
  • Emotionen im geschützten Rahmen ausdrücken
  • Stimme und Körper als Ausdrucksmittel nutzen
  • eigene Stärken erleben und spüren
  • Selbstwert und Selbstvertrauen stärken
  • Verantwortung für eigene Gefühle und Lebenssituation übernehmen
  • Gefühle von den Auslösern abgrenzen
  • mit Emotionen besser im Alltag umgehen
  • neue Wege zur Verarbeitung erproben
  • mehr Selbstbestimmung im Leben gewinnen
  • mit positiven Leitsätzen (Affirmationen) arbeiten

Beim intuitiven Schreiben geht es darum, frei und ohne Nachdenken zu schreiben – alles ist erlaubt, nichts wird bewertet. Es gibt keine Regeln für Sprache, Rechtschreibung oder Stil. Ziel ist, dem inneren Erleben Raum zu geben und neue Impulse zu entdecken. Schreiben hilft, sich selbst besser zu spüren, Blockaden zu erkennen und heilsame Wege zu finden.

Im nächsten Schritt kann der Text mit Farben, Zeitschriften oder Ton weitergestaltet werden. So entsteht ein kreativer Prozess, der vertieft und Ausdruck verleiht. Es geht ums Tun – nicht ums Können.

Die Musiktherapie nutzt Methoden wie freie Improvisation, Spiel nach inneren Bildern, gesangsbasierte Übungen und Wahrnehmungstraining mit Musik. Musikalische Vorkenntnisse sind nicht notwendig. In der Klangwiege erleben die Patient*innen Geborgenheit und tiefe Entspannung. Die Musiktherapie kann helfen, blockierende Muster zu erkennen und neue Ausdrucksformen zu entwickeln. Unterschiedliche Instrumente erweitern symbolisch das Kommunikationsrepertoire. Musik schafft Zugang zu Emotionen, kann lösen und nachnähren.

Singen stärkt das vegetative Nervensystem und fördert die Ausschüttung von „Glückshormonen“. Alle können mitmachen – Noten- oder Instrumentenkenntnisse sind nicht nötig. Ziel ist Entspannung, Loslassen und Lebensfreude durch gemeinsames Singen.

Die Tanztherapie fördert kreativen Ausdruck und den Zugang zum Körper. Sie beleuchtet emotionale Hintergründe und mobilisiert eigene Ressourcen. Dabei dient der eigene Körper als Medium, um Körpergefühl und innere Kraft mit Unterstützung von Musik zu aktivieren.

In Einzel- und Gruppensitzungen erleben die Patient*innen Bewegung in Gemeinschaft. Sich Raum zu nehmen und selbstfürsorglich abzugrenzen kann hier anschaulich erarbeitet werden. Rhythmisch freie Tänze zu verschiedenen Musikstilen und kulturelle Bewegungsformen wecken neue Perspektiven. Lieblingsmusik darf gerne mitgebracht werden – Begabung zum Tanzen ist nicht notwendig.

Das Ziel von Achtsamkeitstraining ist die gezielte Lenkung der Aufmerksamkeit auf das Hier und Jetzt. Übungen umfassen achtsame Körperwahrnehmung (z. B. Body-Scan), Gehmeditation und „Stilles Sitzen“. Dabei steht das nicht-wertende Annehmen dessen, was gerade wahrgenommen wird, im Mittelpunkt.

Die bewusste, aber urteilsfreie Wahrnehmung von Gefühlen, Gedanken und Körperempfindungen hilft, gelassener mit unangenehmen Gedanken, Ängsten und Sorgen umzugehen und fördert so die Selbststabilisierungskräfte.

Viele junge Menschen in der Pubertät haben eine negative Haltung zu ihrem Körper. Für sie hängt ihr Selbstwert oft stark von Figur und Gewicht ab. Das kann die Entstehung von und das Festhalten an einer Essstörung fördern. In der Körperbildgruppe, die besonders – aber nicht ausschließlich – für Betroffene mit Anorexia nervosa, Bulimia nervosa oder Binge-Eating-Störung gedacht ist, werden schädliche Bewältigungsstrategien sichtbar gemacht und in die körperbezogene Therapie einbezogen.

In etwa 10 intensiven Einheiten werden Methoden aus der Tanztherapie angewendet, wie gebundenes und freies Tanzen, Ritualarbeit, Übungen zur Interaktion, Spiegelarbeit und Körperwahrnehmung. Ziel ist, positive Seiten am eigenen Körper wiederzuentdecken und die eigene Wahrnehmung zu verbessern. Der Austausch in der Gruppe hilft den Teilnehmern außerdem, ihre Einstellung zum Körper zu verändern.

Die Sporttherapie wird gezielt nach psychotherapeutischer Indikation als unterstützende Maßnahme in Einzel- und Gruppensettings angeboten.

Wichtige Ziele sind:

  • Verbesserung der Körperwahrnehmung
  • Aktivierung und Steigerung der körperlichen Belastbarkeit
  • Förderung von Selbstvertrauen und Selbstwirksamkeit
  • Ausbau von Selbststeuerungsfähigkeiten
  • Erhöhung der Selbstakzeptanz und Wertschätzung des eigenen Körpers

Die Sporttherapie stärkt zudem Resilienz und adressiert ganzheitlich wichtige Lebensthemen. So werden auch Selbstwahrnehmung, Selbstregulation und soziale Kompetenzen gefördert.

Therapeutisches Bogenschießen verbindet Körper, Geist und Seele durch bewusstes Tun und Erleben. Die Übungen aus Anspannung, Entspannung und Ruhe helfen, sich selbst besser zu spüren. Die körperliche Erfahrung unterstützt dabei, neue Gedanken und Verhaltensweisen zu entdecken, die im Alltag hilfreich sein können.

Ziele sind:

  • Unruhe reduzieren
  • Konzentration und Achtsamkeit fördern
  • Körperwahrnehmung und Selbsterkenntnis stärken
  • Persönliche Entwicklung bewusst erleben

Beim therapeutischen Boxen werden Boxtechniken, spezielle Übungen und Entspannung mit psychotherapeutischen Methoden verbunden. Im geschützten Rahmen lernen die Teilnehmenden, sich selbst und anderen zu vertrauen und sich achtsam auf sich zu fokussieren.

Ziele sind:

  • Ängste abbauen und Mut entwickeln
  • konstruktives Durchsetzungsvermögen und Ausdauer stärken
  • eigene Grenzen erkennen und respektieren

Neben der körperlichen Aktivität geht es um die bewusste Wahrnehmung von Gefühlen, Körpersignalen und Verhalten. So entsteht über die Bewegung ein Zugang zu den eigenen Emotionen.

Beim Theaterspiel können die Teilnehmer in der Gruppe verschiedene Ausdrucksformen ausprobieren. Der spielerische und körperorientierte Ansatz legt den Fokus auf Erleben und Ausdruck. So entstehen neue Perspektiven und Handlungsmöglichkeiten. Die Methode hilft auch, Emotionen zu erreichen, die sich nicht gut in Worte fassen lassen.

Durch die künstlerische Form bietet das Theater einen geschützten Raum für persönliche Entwicklung. Die Therapie stärkt vor allem die gesunden Seiten der Persönlichkeit.

Es wird nicht nur mit eigenen Lebensgeschichten gearbeitet, sondern auch mit fiktiven Geschichten wie Märchen, Mythen oder literarischen Texten. Diese zeigen die Vielfalt menschlicher Erfahrungen und machen sie greifbar und bearbeitbar.

Therapeutische Begleitung im Alltag

Der Pflege- und Erziehungsdienst ist rund um die Uhr im Schichtdienst tätig und intensiv im Klinikalltag mit den Patient*innen eingebunden. Jede*r Patient*in erhält eine feste Bezugsperson als persönlichen Ansprechpartner. Wesentliche Aufgaben im achtsamen Umgang sind Anstoß zur Selbstreflexion, Umsetzung erlernter Therapie-Inhalte im Alltag und intensive Unterstützung hin zu einer kompetenten, ausgewogenen  Gesamtentwicklung.

Erlebnispädagogik fördert durch Gruppenangebote und praktisches Lernen die Persönlichkeitsentwicklung. Gefördert werden Kommunikations-, Konflikt- und Teamfähigkeit, Empathie sowie Kreativität und Flexibilität bei Problemlösungen.

Aquagruppe

Einmal wöchentlich trifft sich die Gruppe im Schwimmbad der Nachbarklinik. Unter Anleitung des Pflege- und Erziehungsdienstes werden Schwimmübungen, Aquajogging und Wasserspiele durchgeführt. Zusätzlich gibt es eine physiotherapeutisch angeleitete Bewegungstherapie im Wasser zur Förderung von Körperwahrnehmung und Entspannung.

Ferienprogramm

Während der bayerischen Schulferien bieten wir vielfältige kreative, sportliche und musikalische Aktivitäten, Ausflüge und besondere Projekte an. Die Patient*innen sind eingeladen, aktiv mitzuwirken.

Kochgruppe

Gemeinsames Kochen fördert ein entspanntes Verhältnis zu Lebensmitteln und die Zubereitung gesunder, schmackhafter Gerichte. Neben ernährungsberaterischen Tipps gibt es auch gemeinsames Essen und das Ausprobieren verschiedener Küchen. Rezepte werden gesammelt, und es gibt regelmäßig Projektwochen (z.B. chinesisch, italienisch).

Kreativpädagogische Gruppe

Diese Gruppe bietet Jugendlichen einen geschützten Raum für kreative Entfaltung, Aufbau sozialer Kontakte und Freude. Pädagogische Fachkräfte unterstützen wertschätzend die persönliche Entwicklung.

Laufgruppe / Nordic Walking

Hier steht das individuelle Körpererleben beim Laufen und Gehen im Mittelpunkt. Mit Laufspielen, Techniktraining und abwechslungsreichen Übungen wird für jedes Leistungsniveau Spaß und Erfolg ermöglicht.

Men’s World Gruppe

Ein geschützter Raum für Jungs und junge Männer zum offenen Austausch über ihr Bild von  „Männlichkeit“. Neben theoretischem Austausch stehen erlebnispädagogische Aktivitäten und Gemeinschaftserleben im Vordergrund. Ziel ist die Förderung von positivem Selbstempfinden und Selbstannahme, frei von Stereotypen.

Women’s World Einzel

Individuelles Coaching für junge Frauen zu allen Themen rund ums „Frausein“ wie Zykluswissen, Selbstwert, Weiblichkeit, Partnerschaft u.v.m. Da es um Selbstannahme ohne geschlechtsspezifische Grenzen geht, kann das Angebot im Einzel geschlechtsunabhängig angepasst werden.

Women’s World Gruppe

Die Gruppe bietet jungen Frauen einen geschützten Raum für offenen Austausch und Unterstützung bei „frauenspezifischen“ Themen. Mit Übungen, Meditationen und Ritualen wird Selbstannahme und positives Körpergefühl gestärkt. Themenvorschläge sind willkommen.

Yoga

Ganzheitliches Yoga mit Körperstellungen (Asanas), Atem- und Entspannungsübungen sowie Meditation zur Förderung von Vitalität und innerer Gelassenheit.

Tiergestützte Verfahren

Der Therapiebegleithund unterstützt die Behandlung gezielt. Seine Anwesenheit wirkt beruhigend und fördert das Wohlbefinden von Jugendlichen und jungen Erwachsenen. Der Umgang mit dem Hund motiviert zu Kontaktaufnahme und Kommunikation. Dadurch werden Patient*innen oft zugänglicher, zeigen mehr Lebensfreude und der Heilungsprozess kann positiv unterstützt werden.

Pferde kommunizieren auf besondere Weise und bauen oft eine Brücke zu verschlossenen Patient*innen. Die heilpädagogische Arbeit mit Pferden ergänzt klassische Therapien. Sie hilft dabei, ein neues Körpergefühl zu entwickeln, Fehlhaltungen zu korrigieren und die Körperbeherrschung zu verbessern. Patient*innen, die schwer auf Menschen zugehen, finden beim Pferd einen Weg zur Öffnung und Vertrauen. Der Umgang mit Pferden fördert persönliche Entwicklung, Selbstreflexion sowie psychische und körperliche Entspannung.

Angebote zur Alltagsvorbereitung

Gute Ernährung ist eine wichtige Grundlage, um gesund und fit zu bleiben. Deshalb kann bei Bedarf diesbezüglich eine individuelle Beratung bei unseren Ernährungsfachkräften erfolgen. Ziel ist, abgestimmt auf die individuellen Bedürfnisse der Patient*innen, einen besseren Umgang mit dem Essen zu entwickeln. In der Regel wird im Sinne eines ganzheitlichen Ansatzes auch der Umgang mit Bewegung und Sport berücksichtigt.

Für Patient*innen mit Essstörung stellt die Gestaltung der Nahrungsaufnahme eine besondere Herausforderung dar. Deshalb werden sie in dieser schwierigen Situation persönlich begleitet und z.B. bei Portionierung und Mahlzeiten feinfühlig unterstützt.

Wöchentlich wird in einer gemeinsamen Gesprächsrunde mit Patient*in, Bewegungstherapeut*in, Psychotherapeut*in und Bezugsbetreuer*in das Ernährungs- und Sportprogramm reflektiert und angepasst.

 

In der Lehrküche können die Patient*innen das Gelernte praktisch anwenden. Beim Kochtraining lernen sie Tipps für den Alltag und üben sinnvolle Portionsgrößen verschiedener Lebensmittel ein. Mit steigender Eigenverantwortung werden auch auswärts Essengehen und der Transfer in den eigenen Alltag geübt.

Besondere Ernährungsformen, wie glutenfrei oder laktosefrei, werden in Absprache mit dem Patienten von der Ernährungsfachkraft gewährleistet.

Unser sozialpädagogisches Team unterstützt die Patient*innen individuell bei der Perspektivenfindung, angepasst an ihre persönlichen Wünsche, Ressourcen und Bedürfnisse. Dazu gehört die praktische Vorbereitung auf Schule, Beruf und gesellschaftliche Integration.

In Zusammenarbeit mit der Schule für Kranke kann als Fortsetzung des klinikinternen Unterrichts der Besuch einer lokalen Außenschule organisiert werden, um den Alltag realistischer zu üben. Außerdem beraten wir bei Schulwechseln oder Internatswunsch. Ab höheren Schuljahren bieten wir Berufsorientierung und Bewerbungstraining an. Dabei helfen wir beim Erstellen von Bewerbungsunterlagen und üben Vorstellungsgespräche.

Zur beruflichen Orientierung oder zum Ausprobieren von Belastungen können wir Praktika in Betrieben und Einrichtungen vor Ort planen und begleiten.

Wenn Anschlussmaßnahmen oder neue Wohnformen nötig werden, unterstützen wir auch dabei. Wir helfen bei der Kontaktaufnahme zu Ämtern und Behörden und suchen für nachstationäre Phasen praktische Lösungen wie Praktika, Jobs oder Fortbildungen.

Unser Sozialdienst bietet zudem das Gruppenprogramm „Fit for Life“ an. Dort lernen die Patient*innen Alltagskompetenzen, die sie auf ein selbstverantwortliches Leben vorbereiten und den Übergang ins Erwachsenwerden erleichtern.