Reaktive Störungen nach Belastungssituationen
Was sind Störungen nach Belastungsreaktionen?
Starke oder anhaltende Belastungen (z. B. Lebenskrisen, chronischer Stress) können psychische Störungen wie Depressionen, Ängste oder körperliche Beschwerden hervorrufen, wenn die Bewältigung ausbleibt.
Was sind Posttraumatische Belastungsstörungen (PTBS)?
Traumatische Erfahrungen übersteigen die individuelle Widerstandsfähigkeit und lösen wiederkehrend einschießende Erinnerungen (Flashbacks), Schreckhaftigkeit, hohe Anspannung und vegetative Erregung aus.
Rückzug, Konzentrationsschwierigkeiten, Leistungsabfall, depressive oder schwankende Stimmungslage, Krisen bei bestimmten Erinnerungselementen/„Triggern“ oder Selbstschutz durch Dissoziationen (gedankliche Abspaltung) können die Folge sein. Bei Verzweiflung, Mitverschuldungs- oder Schamgefühlen und Selbsthass können Selbstverletzung oder Suizidgedanken auftreten. Die Verarbeitung hängt u. a. von emotionaler Stabilität, sozialem Rückhalt und früheren Erfahrungen ab.
Wie sieht unser therapeutischer Ansatz aus?
Ganz wichtig bei Traumabehandlung ist ein sicherer Ort. Diesen bieten wir in unserer heimelig wirkenden Villa mit klarer Zugangsregelung und vor der Öffentlichkeit geschütztem Park, innerhalb einer malerischen Kleinstadt mit viel Natur, mit unserem familiär-kleinen Rahmen, der persönlichen Betreuung und durch die Selektion gleichaltriger, ebenfalls empfindsamer und somit gegenseitig rücksichtsvoller Mitpatient*innen.
Unsere Patient*innen starten zunächst in Therapie–Einzelsettings, um Vertrauen aufbauen zu können. Unser rund um die Uhr vorhandener Pflege- und Erziehungsdienst ist immer ansprechbar und unterstützt bei belasteter Stimmung, selbstverständlich können jederzeit auch Psychotherapeuten und / oder Fachärzte eingeschaltet werden. Es sind Rückzugsbereiche gewährleistet, um sich vor Reizüberflutung oder Überforderung zu schützen.
Der ganzheitliche Behandlungsplan wird individuell abgestimmt und umfasst:
- Stabilisierungsmaßnahmen, Erlernen von Skills zur Anspannungslösung
- intensive Einzelpsychotherapie, unterstützt durch nonverbale Therapien ebenfalls im Einzel-Setting (Kunst-, Musik- und Bewegungstherapien, tiergestützte Therapie; Verarbeitung von Emotionen, innere Beruhigung, Selbsthilfetechniken zur Krisenbewältigung usw.)
- sofern die therapeutischen Voraussetzungen erfüllt sind: spezifische Traumatherapie
- spezifische Angebote, um kreativ Ausdruck zu finden (u. a. intuitives Schreiben, heilsames Singen, Theatertherapie)
- Maßnahmen zur Festigung der Selbstsicherheit und Ressourcen (z.B. soziales Kompetenztraining, Körperbildarbeit, emotionales Training, ganz praktisch: Fit-for-life und Haushaltstraining als Alltagsfähigkeiten)
- ggf. Unterstützung bei der passenden Zukunftsperspektive
- Training der Alltagskompetenzen durch Belastungserprobungen (Schulbesuch, Praktikum, therapeutische Beurlaubungen nach Hause)
- Einbeziehung von Angehörigen
Ganzheitliches Konzept
Neben der Therapie helfen wir bei der Wiedereingliederung in Schule / Beruf und arbeiten eng mit Angehörigen zusammen. Alltagscoaching, Gruppenangebote und milieutherapeutische Unterstützung stärken Eigenverantwortung und Rückfallprophylaxe.
Weitere Therapie-Bausteine
Je nach Bedarf fließen zusätzlich Elemente aus der Behandlung von Depressionen, Ängsten und somatoformen Störungen ein.






