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15. Februar 2013
Staatsekretärin Huml

(ikr) Bevor Staatssekretärin Melanie Huml im Telemedizinzentrum den Förderbescheid übergab (wir berichteten), besuchte sie die Klinik Hemera, die bundesweit einzige psychiatrische Einrichtung, die Jugendliche und junge Erwachsene unter einem Dach behandelt. Die psychiatrische Klinik Hemera behandelt unter anderen Störungen wie das Asperger Syndrom, Essstörungen bis hin zur Magersucht. Chefärztin Claudia Mehler-Wex (links) erläuterte das ganzheitliche Herangehen an die Probleme der jungen Leute, die oft in der Pubertät stecken, private Probleme haben und sich bei der Integration in die Gesellschaft schwer tun. Geschäftsführer Harald Barlage monierte, dass sich gesetzliche Krankenkassen dem innovativen Konzept der Privatklinik oft verweigern.

Statt Patienten den Aufenthalt hier zu genehmigen, müssen diese sich in staatlich unterstützten Kliniken anmelden und Wartezeiten von bis zu sechs Monaten in Kauf nehmen, was bei akuten Erkrankungen eine Strapaze für die Betroffenen darstellt.

Foto: Isolde Krapf
Quelle: Mainpost

29. Januar 2013

Erste Symptome bei Kindern und Jugendlichen oft verkannt

Im Kindes- und Jugendendalter ist Schizophrenie eine vergleichsweise seltene Erkrankung. Die ersten Symptome sind häufig unspezifische, vage inhaltliche und formale Denkstörungen und werden daher oft als entwicklungstypisches oder impulsives Verhalten ohne Krankheitswert verkannt oder zu einem hohen Prozentsatz anderen psychischen Krankheiten zugeordnet. Meist lassen sich bei Erstmanifestation einer psychotischen Erkrankung retrospektiv schon im Kindesalter prodromale Auffälligkeiten explorieren. Die korrekte Diagnose einer Schizophrenie wird bei früh beginnenden Formen allerdings um bis zu fünf Jahre zu spät gestellt.

Quelle: C. Mehler-Wex und S. Schriml, Jugend- und Adoleszenzpsychiatrie. NeuroTransmitter 1 • 2013

Die vollständige Publikation können Sie hier als PDF herunterladen

oder hier direkt online blättern:

28. November 2012

Im Ganzen häufig überfordert, im Detail oft überragend

Das Asperger-Syndrom ist eine Störung aus dem autistischen Formenkreis. Im Unterschied zu frühkindlichen Autisten sind Asperger-Patienten in der Regel mindestens normal begabt und verfügen über mindestens durchschnittliche sprachliche Fertigkeiten. Sie haben allerdings erhebliche Probleme beim Verstehen der Handlungen und Motive ihrer Mitmenschen. Dadurch entstehen oft gravierende soziale Probleme, die in der Regel ab dem späten Grundschulalter deutlich werden. Hinzu kommen meist eingeschränkte Interessen, oft in Verbindung mit herausragendem Wissen in einem bestimmten Teilbereich.

Quelle: W. Deimel und C. Mehler-Wex, Jugend- und Adoleszenzpsychiatrie. NeuroTransmitter 10 • 2012

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asperger-autismus

5. November 2012

Besuchen Sie uns an unserem Infostand beim DGPPN-Kongress vom 21. bis 24. November 2012 im Internationalen Congress Centrum Berlin!

23. August 2012

Die Symptome depressiver Störungen präsentieren sich altersabhängig sehr unterschiedlich und sind für Kinder und Jugendliche, die mehr somatische Ausprägungen bzw. labil-aggressive Stimmungslagen aufweisen, nicht ausreichend in ICD-10 abgebildet.

Altersspezifische Diagnoseverfahren sind dringend indiziert. Therapeutisch weisen die kognitiv-behaviorale und interpersonale Psychotherapie den höchsten Evidenzgrad auf. Psychopharmaka können adjuvant herangezogen werden, wobei nur der Serotoninwiederaufnahmehemmer Fluoxetin über eine Zulassung bei Minderjährigen mit depressiven Störungen verfügt. Zweite Wahl sind Sertralin und Citalopram.

Wegen des Off-label-Gebrauchs sind Aufklärungs- und Einwilligungspflicht der Erziehungsberechtigten besonders zu berücksichtigen. Prognostisch ungünstige Faktoren sind ein früher Beginn der Erkrankung, Komorbiditäten in jungem Alter, genetische Belastung, depressive Erkrankung der Mutter, Trennung der Eltern bei unter 10-jährigen Kindern und unzulängliche Sozialisation.

Quelle: Mehler-Wex C. Entwicklungspsychiatrische Aspekte depressiver Störungen. Nervenheilkunde 2012; 31: 515-23.

Die vollständige Publikation können Sie hier als PDF herunterladen

Publikation Mehler-Wex

10. August 2012

„Adoleszentenpsychiatrie“
am 05. September 2012
in der
Hemera-Klinik

Programm

14:00 Begrüßung, Aktuelles aus der HEMERA-Klinik
(Prof. Dr. C. Mehler-Wex, Chefärztin)

14:15 Aufgaben und Spektrum der Adoleszentenpsychiatrie
(Prof. Dr. A. Warnke, Würzburg)

15:00 Entwicklungspsychopharmakotherapie
(Prof. Dr. G.-E. Trott, Aschaffenburg)

15:45 Pause

16:15 ADHS im Erwachsenenalter
(Prof. Dr. Dr. J. Thome, Rostock)

17:00 Autismus-Spektrum-Störungen im Adoleszentenalter:
Klinik, Diagnostik, Behandlungsansätze
(Dr. Dipl.-Psych. C. Schwenck, Frankfurt)

17:45 Fragen, Diskussion

Die Ärztekammer erkennt die Veranstaltung mit vier CME-Punkten an.
Sollten Sie an unserer Fortbildungsveranstaltung teilnehmen wollen, bitten wir Sie, sich unter Tel. 0971/699003-0 telefonisch anzumelden. Ihre Teilnahme wäre uns eine große Freude.

Über HEMERA: HEMERA ist die psychiatrische Klinik speziell für Jugendliche und junge Erwachsene. HEMERA konzentriert sich unter anderem auf die Behandlung von Störungen wie zum Beispiel Asperger Syndrom, Essstörung und/oder Magersucht. Eine besondere Auszeichnung der Psychotherapie Klinik liegt in den deutschlandweit einmaligen Behandlungsverfahren im Bereich der Essstörung- Therapie und der Magersucht- Therapie.