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Magersucht


Was ist Magersucht?

Magersucht wird medizinisch als Anorexia nervosa bezeichnet. Magersucht ist eine psychische Störung und wird dem Bereich der seelisch bedingten Essstörungen zugeordnet. Im Wesentlichen ist die Essstörung Magersucht durch folgende Faktoren gekennzeichnet:

  • Selbst herbeigeführte Gewichtsabnahme (Diät, z.T. auch durch Erbrechen, Abführmittel, etc.)
  • Untergewicht,
  • Fehleinschätzung des eigenen Körperbildes (Körperschemastörung),
  • Angst vor Gewichtszunahme oder auch vor Nahrungsaufnahme,
  • eingeengtes Denken – v.a. bezogen auf die Themen Essen, Kalorien, Figur, Gewicht
  • und körperliche Symptome wie Ausbleiben der Periode, verlangsamte Herztätigkeit, Erschöpfung.

Diagnose der Magersucht

Die Diagnose, ob eine Magersucht (Anorexia nervosa) vorliegt, ergibt sich aus einer Reihe von Untersuchungen. Hierzu zählen körperliche und psychiatrische Untersuchung, Anamnese, Beobachtung des Essverhaltens und ggf. testpsychologische Verfahren. Insbesondere das fachliche Miterleben der Nahrungsaufnahme im stationären Rahmen ist von großer diagnostischer und im Weiteren therapeutischer Bedeutung und bietet einen Vorteil, sofern ambulante Maßnahmen nicht gegriffen haben.

Ursachen von Magersucht

Die Ursache einer Magersucht-Erkrankung ist in der Regel komplex, insbesondere bei der Magersucht Jugendlicher. Heute geht man davon aus, dass mehrere unterschiedliche Faktoren zusammenwirken. Zu diesen Faktoren zählen (A) die erbliche Disposition: Obgleich noch kein Gen als direkter Auslöser für die Magersucht identifiziert wurde, konnte man eine familiäre Häufung nachweisen. (B) Gesellschaftliche Faktoren, zu denen unter anderem das Schlankheitsideal zählt, welches zu einer gestörten Wahrnehmung des Körperschemas führt. (C) Gegebenenfalls innerfamiliäre Faktoren (z.B. Konflikthafte Beziehungen, häufige Diäten). Schließlich kommen noch (D) individuelle Faktoren wie ein Mangel an Selbstwertgefühl und Perfektionismusstreben hinzu.

Therapie

Bei sehr früher Erkennung hat eine ambulante Therapie eine Chance, ist aber sehr angewiesen auf die Mitarbeit des Patienten und der Angehörigen. Bei Chronifizierung oder mangelndem Erfolg eines ambulanten Behandlungsversuchs sollte möglichst rasch eine stationäre Behandlung in einer spezialisierten Klinik angestrebt werden.

Unsere störungsspezifische Magersucht-Therapie umfasst neben der Normalisierung und Stabilisierung des Essverhaltens ebenso die Ursachen-bezogene psychotherapeutische Behandlung des Betroffenen. Darüber hinaus beziehen wir in unserem ganzheitlichen Konzept alle wesentlichen Lebensbezüge des Patienten mit ein. Lesen Sie hier mehr über unsere Magersucht-Therapie.