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Magersucht Therapie


Therapie der Magersucht

Für Magersucht gibt es viele unterschiedliche Gründe. Die Behandlung, bzw. Therapie von Magersucht gestaltet sich daher sehr vielschichtig. Insbesondere, da die Erkrankung vom Betroffenen selbst meist gar nicht als Erkrankung angesehen wird, d.h. eine Krankheitseinsicht fehlt sehr häufig.

Grundlegendes zur Therapie bei Magersucht

Die Therapie Magersüchtiger erweist sich vor allem im Anfangsstadium bisweilen als äußerst schwierig. Oft kann oder will der Patient die Krankheitswertigkeit seines Zustandes nicht anerkennen und verneint eine Behandlungsmotivation. Dies liegt zum Einen im Suchtcharakter der Anorexie begründet, durch den die Aussicht darauf, die zwanghafte Kontrolle über die Nahrungszufuhr aufgeben zu müssen, größte Ängste und somit Widerstand auslöst. Zum Anderen ist gerade das Hungern für den Magersüchtigen ein Lebensinhalt und eine wichtige Grundlage seiner Selbstdefinition geworden, wofür es keinen Ersatz zu geben scheint. Auch werden durch das Hungern Endorphine (Stresshormone) ausgeschüttet; dies kann ggf. eine Art „berauschenden Zustand“ auslösen. Auch hierin liegt unter anderem die Gefahr der Verstärkung der Erkrankung Magersucht, da die Betroffenen sich in diesem Zustand besser fühlen als es ihnen wirklich geht.

Unsere Therapie – Bausteine

Unsere Therapie zur Behandlung von Magersüchtigen umfasst mehrere Bausteine und berücksichtigt stets die individuellen Bedürfnisse des Erkrankten.

(A) Auf Basis einer ausführlichen Diagnostik wird in der psychotherapeutischen Arbeit individuell mit dem jeweiligen Patienten gemeinsam an den krankheitsauslösenden oder aufrecht erhaltenden Faktoren gearbeitet.

(B) Ein weiterer Behandlungsbaustein konzentriert sich auf die Essgewohnheiten. Schritt für Schritt erlernen die Betroffenen wieder zurückzufinden in ein normales Essverhalten. Angefangen von der Vorportionierung des Essens oder ernährungsberatenden Unterstützung direkt bei der Mahlzeit bis hin zur Selbstverantwortung.

(C) Die aktive Körpertherapie umfasst den dritten Therapiebaustein. Diese hilft dem Betroffenen, sich selbst und insbesondere seinen Körper wieder richtig wahrzunehmen und akzeptieren zu lernen. Sport soll wieder in gesundem Maße in den Lebensalltag integriert werden und vor allem Freude machen statt zusätzlichen Leistungsdruck auszuüben.

Selbstverständlich werden in unseren Therapie-Plan altersabhängig gerne die Angehörigen oder sonstige wichtige Bezugspersonen des Patienten miteinbezogen.

In unserer u.a. auf Esstörungen spezialisierten Klinik behandeln wir neben der Magersucht auch weitere Arten von Essstörungen. Für jeden Patienten entwickelt unsere Klinik einen individuellen Therapie-Plan zur Behandlung der jeweiligen Essstörung.