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Ursachen von Angststörungen


Ursachen von Angststörungen und Angstzuständen

Immer mehr Menschen in Deutschland leiden unter einer Angststörung. Einer Studie des Max-Plank-Institutes zufolge sind rund 14 Prozent betroffen. Die generalisierten oder akuten Ängste, die sich in Dauer und Intensität sehr voneinander unterscheiden können, werden oft von seelischen Problemen verursacht, aber auch genetische und biologische Faktoren spielen eine große Rolle. Ängste können sich als ernsthafte psychische Störung zu einer chronischen Erkrankung entwickeln.

Ganz gleich ab Phobien, Panikattacken, soziale Ängste oder generalisierte Angst – in Fachkreisen hat sich die Auffassung durchgesetzt, dass es „die eine“ Ursache für Angststörungen und Angstzustände nicht gibt. Vielmehr löst das Zusammenspiel und die Wechselwirkung mehrerer Faktoren die Erkrankung aus. Psychiatrische und psychotherapeutische Ansätze gehen grundsätzlich davon aus, dass es sich bei allen Angststörungen um eine Überwertigkeit des zunächst normalen Angstmechanismus des Menschen handelt. 

Angststoerung Kind

Ursächlich dafür können im Alltag erlebte erste Angstreaktionen sein: Durch ein typischerweise auftretendes Vermeidungsverhalten kommt es zu einer dauerhaften Verfestigung der Angststörung. Auch spielen eigene Wesenszüge, der erlebte Erziehungsstil der Eltern sowie Veranlagungen in der Familie eine Rolle. Traumatisierende Erlebnisse oder starke psychosoziale Stressbelastungen können vor allem für generalisierte Angststörungen und Panikattacken verantwortlich sein. Treten seelisch belastende Ereignisse und existenzielle Krisen (wie beispielsweise Trennungen vom Partner oder der Verlust des Arbeitsplatzes) auf, kann diese Überforderung mit der Lebenssituation ein wesentlicher Faktor für das Herausbilden einer ernsthaften und andauernden Angsterkrankung sein. Dies kann sich soweit steigern, dass viele alltägliche Situationen – durch eine sehr geringe seelische Stabilität und latente Verunsicherung – mit Ängsten besetzt werden. Die Betroffenen sind so einem permanenten seelischen Stress und Leidensdruck ausgesetzt. Gezielte Therapien der Angststörung können hier jedoch helfen.

Generell steht fest: Angststörungen und Angstzuständen haben psychosoziale, psychologische, genetische und biologische Auslöser bzw. Ursachen.

Genetische Faktoren

Aus der Familie heraus können neben einer vorgelebten „Ängstlichkeit“ möglicherweise auch genetische Faktoren eine Rolle für die Entwicklung von Angststörungen eine Rolle spielen. Aus rein medizinischer Sicht geht man davon aus, dass nicht ein einzelnes, sondern mehrere Gene für Angsterkrankungen verantwortlich sein können. Untersuchungen haben ergeben, dass Verwandte ersten Grades von an Angststörungen Leidenden öfter als andere Menschen, die nicht dieser Konstellation ausgesetzt sind, selbst mit dauerhaften Ängsten leben. Dies wird allerdings eingeschränkt durch die Annahme, dass diese Betroffenen mit ihren Verwandten ersten Grades in Eltern-Kind-Beziehung stehen und hier auch die soziale Prägung wieder einen beträchtlichen Einfluss geltend macht.

Biologische Ursachen von Angstzuständen

Angststörungen durch Störung des vegetativen Nervensystem

Auch wenn sich viele der Ursachen für Angststörungen und Angstzustände auf psychischer Basis finden, sind auch biologische Faktoren stark in Betracht zu ziehen. Hierbei konzentriert man sich vor allem auf das vegetative Nervensystem, das Untersuchungen zufolge bei Angstpatienten eine erhöhte „Empfindlichkeit“ aufweist. Das heißt: Es ist besonders labil, wodurch eine besondere Anfälligkeit für Angststörungen besteht. Dabei gehen Experten davon aus, dass sich verschiedene Botenstoffe (Neurotransmitter) wie beispielsweise Serotonin und Noradrenalin nicht mehr im Gleichgewicht befinden.

Angststörungen durch Störung des limbischen Systems

In den Blickpunkt der Neurobiologen gerät auch das limbische System, das als „Zentrum“ unserer Emotionen gilt. Sie sprechen von Fehlfunktionen in der Kommunikation zwischen Hypothalamus, Amygdala und Hippocampus. Der Hypothalamus verarbeitet und filtert äußere Reize. Fehler in der Funktion oder Kommunikation mit anderen Gehirnregionen können Angstreaktionen vorschnell auslösen, z.B. durch ein unangemessenes Ausschütten von Stresshormonen, angeregt durch die sogenannten Mandelkerne (Amygdala). 

Behandlung von Angststörungen
Erfahren Sie hier mehr über die Behandlung von Angststörungen.